Online Ausbildung Klimawandler/in

Online-Kompaktausbildung Klimawandler/in

Naturverbunden. Kinderrechtsbasiert. Zukunftsorientiert.

6 Module für Menschen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei begleiten möchten, ihre Umwelt mitzugestalten und Veränderung möglich zu machen.

Klimawandel ist mehr als eine ökologische Herausforderung. Er berührt Bildung, Gesellschaft, Gerechtigkeit, unsere Beziehung zur Natur und die Frage, wie wir miteinander und mit Kindern umgehen. Die Kompaktausbildung Klimawandler/in verbindet deshalb Klimabildung mit Naturpädagogik, Naturverbindung, Kinderrechten, freier Bildung, Beteiligung und gesellschaftlichem Wandel. Dabei geht es nicht darum, Kindern Angst vor der Zukunft zu machen oder ihnen die Verantwortung für eine Krise aufzubürden, die Erwachsene und gesellschaftliche Strukturen verursacht haben. Es geht darum, Wissen, Beziehung, Handlungsspielräume und Mitgestaltung miteinander zu verbinden.


Was bedeutet Klimawandler/in?

Klimawandler:innen sind Menschen, die Wandel möglich machen. Sie müssen keine Klimawissenschaftler:innen sein. Sie lernen, Klimawandel verständlich zu vermitteln, Naturverbindung zu fördern, Kinder ernst zu nehmen und zu beteiligen, adultistische Strukturen zu hinterfragen, freie Bildungsprozesse zu ermöglichen und eigene Projekte anzustoßen. Sie entwickeln Wege, Menschen zu ermutigen, ihre Umwelt aktiv mitzugestalten – in der Familie, in der Kita, in der Schule, in Bildungsinitiativen, in Vereinen, in Kommunen und in der Gesellschaft. Nicht Angst vor der Zukunft steht im Mittelpunkt, sondern Beziehung, Wissen, Beteiligung und Handlungskraft.


Die 6 Module

1. KLIMA WANDELN

Klimawandel verstehen – Zusammenhänge erkennen – Handlungsmöglichkeiten eröffnen

Was bedeutet Klimawandel eigentlich konkret? Welche ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen hängen damit zusammen? Und wie können wir komplexe Zusammenhänge so vermitteln, dass Kinder und Erwachsene sie verstehen, ohne von ihnen überwältigt zu werden? Wir beschäftigen uns mit den Grundlagen des Klimawandels und schauen gleichzeitig auf die größeren Zusammenhänge: Klimakrise, Artensterben, Umweltzerstörung, Klimagerechtigkeit und Klimaanpassung. Dabei geht es auch um die Frage, wie wir über Klimawandel sprechen können, ohne zu verharmlosen und ohne Angst zur Grundlage von Bildung zu machen.

Inhalte:

  • Grundlagen des Klimawandels
  • Klimaschutz und Klimaanpassung
  • Artensterben und Umweltzerstörung
  • globale und lokale Zusammenhänge
  • Klimagerechtigkeit
  • Zukunftsängste und Klimaangst
  • Klimabildung ohne Katastrophenpädagogik
  • vom Wissen zum Handeln
  • Klimabildung im Alltag

Praxis: Klimathemen verständlich, altersgerecht und handlungsorientiert vermitteln.


2. NATUR VERBINDEN

Naturbeziehung als Grundlage für Zukunftsgestaltung

Wer Natur nur aus Büchern kennt, kann viel über Umwelt lernen. Eine lebendige Beziehung zur Natur entsteht jedoch vor allem durch unmittelbare Erfahrung. Dieses Modul beschäftigt sich mit Naturentfremdung und mit der Frage: Wie können wir Menschen wieder in Beziehung zu dem bringen, was sie schützen und erhalten möchten? Natur wird dabei nicht nur als Unterrichtsthema betrachtet, sondern als Erfahrungs-, Lebens- und Bildungsraum.

Inhalte:

  • Naturverbindung und Naturentfremdung
  • SupraNatur und kosmische Erziehung bei Maria Montessori
  • Beziehung statt bloßer Wissensvermittlung, Naturpädagogik
  • Biodiversität erleben und sinnliche Naturerfahrungen
  • Tiere, Pflanzen, Boden und Wasser als Lernpartner
  • Natur als Bildungs- und Erfahrungsraum
  • kleine Naturaktionen für Alltag, Kita, Schule und Familie

Ein zentraler Gedanke: Naturverbundenheit lässt sich nicht verordnen. Sie entsteht durch Beziehung, Erfahrung und eigene Entdeckung.


3. KINDER SIND AKTEUR:INNEN

Kinderrechte, Beteiligung und Adultismus

Kinder sollen nicht lediglich „für die Zukunft fit gemacht“ werden. Sie leben heute. Sie haben eigene Rechte, eigene Perspektiven und ein Recht darauf, gehört und beteiligt zu werden. Wir beschäftigen uns deshalb mit Kinderrechten, Beteiligung und Adultismus – also mit den Machtverhältnissen zwischen Erwachsenen und Kindern und der Frage, wie Erwachsene Entscheidungen treffen, Räume gestalten und mit kindlichen Perspektiven umgehen. Dabei geht es nicht darum, Kindern jede Verantwortung zu übertragen. Im Gegenteil: Erwachsene tragen weiterhin Verantwortung für Schutz, Rahmenbedingungen und Entscheidungen. Aber Kinder sollen innerhalb dieser Rahmenbedingungen echte Möglichkeiten zur Mitgestaltung bekommen.

Inhalte:

  • Grundlagen der Kinderrechte, junge Menschen als Rechtsträger:innen
  • Beteiligung und Mitbestimmung, Kinderperspektiven ernst nehmen
  • Adultismus erkennen und reflektieren, Machtverhältnisse zwischen Erwachsenen und Kindern
  • Schutz und Selbstbestimmung, altersgerechte Beteiligung
  • Kinder als Expert:innen ihrer Lebenswelt, Konflikte zwischen Erwachsenenentscheidungen und Kinderinteressen
  • Klimabildung ohne Instrumentalisierung von Kindern

Leitfrage: Wie können wir mit Kindern arbeiten, ohne ständig über sie zu bestimmen?


4. FREI BILDEN

Lernen jenseits von Stundenplan und Vorgaben

Klimawandel lässt sich nicht nur in einer Unterrichtsstunde „abhandeln“. Kinder lernen, indem sie fragen, ausprobieren, beobachten, forschen, spielen, gestalten und eigene Erfahrungen machen. Dieses Modul schaut auf freie Bildung, selbstbestimmtes Lernen und Erfahrungslernen und darauf, welche Bildungsräume entstehen können, wenn nicht immer schon feststeht, was am Ende herauskommen muss.

Inhalte:

  • freies und selbstbestimmtes Lernen, Lernen aus eigenem Interesse, Projektlernen
  • Lernen durch Erfahrung, Natur als Lernraum
  • selbstgewählte Forschungsfragen, kreative Bildungsprozesse
  • Lernen ohne vorgefertigte Lösungen, Bildung außerhalb klassischer Institutionen
  • Verbindung von Schule, Familie und außerschulischen Lernorten

Dabei stellen wir uns immer wieder die Frage: Was brauchen Kinder wirklich, um Verantwortung übernehmen zu können – und was hindert sie daran?


5. KLIMA IST GESELLSCHAFT

Familie, Kita, Schule, Kommune und Gesellschaft verändern

Ein Kind kann nicht allein die Welt verändern. Klimawandel ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Deshalb richtet sich die Ausbildung nicht ausschließlich an Pädagog:innen. Sie ist ebenso interessant für Menschen, die in Familien, Bildungsinitiativen, Vereinen, Kommunen oder anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen etwas bewegen möchten. Wir betrachten Klimabildung deshalb nicht isoliert, sondern als Teil unserer gesamten Lebenswelt.

Mögliche Arbeitsfelder:

  • Familie, Kindergarten, Schule, außerschulische Bildung
  • Jugendgruppen, Vereine und Initiativen
  • Natur- und Umweltbildung
  • Kommunen und öffentliche Einrichtungen
  • Bildungsprojekte, gesellschaftliche Beteiligungsprozesse

Inhalte:

  • Klimabildung in Familien, Kita und Schule
  • Bildungseinrichtungen als Lebensorte, gesellschaftliche Verantwortung, kommunale Strukturen
  • Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Projekte initiieren, Netzwerke aufbauen
  • Widerstände und Konflikte, Veränderung innerhalb von Institutionen
  • vom kleinen Projekt zur gesellschaftlichen Wirkung

6. NATUR HAT RECHTE

Ökologische Verantwortung neu denken

Was wäre, wenn Natur nicht nur etwas wäre, das wir schützen müssen? Was wäre, wenn wir sie als eigenständigen Wert und als lebendige Gemeinschaft betrachten? Im letzten Modul öffnen wir den Blick noch einmal weiter und beschäftigen uns mit Naturrechten, dem Eigenwert der Natur und unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie Menschen ihr Verhältnis zur nichtmenschlichen Welt gestalten können. Wir fragen: Welche Beziehung haben wir zu einer lebendigen Welt, die nicht ausschließlich für unsere Nutzung da ist?

Inhalte:

  • Naturrechte, Eigenwert der Natur
  • Menschenbild und Naturbild, Maria Montessori`s Friedenspädagogik
  • Ökosysteme als Lebensgemeinschaften, Tiere und Pflanzen als Mitgeschöpfe
  • Ressourcen und Konsum, Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen
  • ökologische Gerechtigkeit, Verbindung von Kinderrechten und Naturrechten
  • Zukunftsbilder entwickeln, eigene Haltung als Klimawandler/in

Dabei unterscheiden wir zwischen ethischen und philosophischen Konzepten von Naturrechten und bestehenden rechtlichen Regelungen.


Der rote Faden

Die sechs Module sind keine voneinander getrennten Themen. Sie beschreiben einen Weg:

VERSTEHEN → VERBINDEN → BETEILIGEN → FREI LERNEN → VERÄNDERN → VERANTWORTEN

Vom Wissen zur Beziehung. Von der Beziehung zur eigenen Stimme. Von der eigenen Stimme zur Mitgestaltung. Von der Mitgestaltung zum Wandel.


Für wen ist die Ausbildung gedacht?

Die Kompaktausbildung richtet sich an Menschen, die Kinder, Jugendliche oder Erwachsene begleiten und dabei neue Wege einer zukunftsorientierten Bildung gehen möchten.

Zum Beispiel:

  • Pädagog:innen, Lehrer:innen, Erzieher:innen, Naturpädagog:innen, Eltern und Familien
  • Familienbegleiter:innen, Menschen aus der Umwelt- und Bildungsarbeit
  • freie Bildungsinitiativen, Mitarbeiter:innen in Vereinen und Projekten
  • Menschen aus Kommunen und öffentlichen Einrichtungen
  • Menschen, die eigene Bildungs- und Naturprojekte entwickeln möchten

Du brauchst dafür keine naturwissenschaftliche oder klimafachliche Ausbildung. Entscheidend sind Interesse, Offenheit und die Bereitschaft, die eigene pädagogische und gesellschaftliche Haltung zu reflektieren.


Was du aus der Ausbildung mitnimmst

Nach der Ausbildung hast du einen vielseitigen Werkzeugkoffer für die praktische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Du kannst:

  • Klimawandel verständlich und kindgerecht vermitteln, Naturverbindung und Naturerfahrung fördern
  • Naturentfremdung entgegenwirken, Kinder beteiligen und ihre Perspektiven ernst nehmen
  • adultistische Strukturen erkennen und reflektieren, freie und selbstbestimmte Bildungsprozesse unterstützen
  • Klimathemen mit kreativen und naturpädagogischen Methoden verbinden, Projekte in Kita, Schule, Familie oder anderen Bildungsorten entwickeln
  • Menschen für gesellschaftliche Veränderung sensibilisieren
  • eigene Ideen in konkrete Projekte verwandeln
  • deine persönliche Haltung als Klimawandler/in weiterentwickeln

Deine Abschlussidee

Am Ende der Ausbildung entwickelst du dein eigenes kleines Klimawandler-Projekt.

Das kann beispielsweise sein:

  • ein Natur- und Klimaprojekt für eine Kita, eine Projektwoche für eine Schule, eine Naturwerkstatt für Kinder, ein Familienprojekt
  • eine Aktion zur Kinderbeteiligung, ein freies Bildungsprojekt, ein Naturverbindungsangebot
  • ein kommunales Beteiligungsprojekt, eine eigene Bildungsinitiative

 

Kosten und Leistungen

„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“

Die Online-Kompaktausbildung Klimawandler/in verbindet Klimabildung mit Naturpädagogik, Naturverbindung, Montessori, Supranatur, Kinderrechten, freier Bildung und gesellschaftlichem Wandel. Sie richtet sich an Menschen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei begleiten möchten, ihre Umwelt zu verstehen, Naturverbundenheit zu entwickeln, eigene Handlungsmöglichkeiten zu entdecken und Veränderung mitzugestalten. Die Ausbildung verbindet fachliche Impulse mit persönlicher Reflexion und konkreter Praxis. Im Mittelpunkt stehen nicht Prüfungen oder vorgegebene Lernwege, sondern die Entwicklung einer eigenen Haltung und die Übertragung der Inhalte in das persönliche oder berufliche Umfeld.

Die Online-Kompaktausbildung Klimawandler/in umfasst 6 Module und kostet 890,- €. Eine Ratenzahlung ist möglich: 6 monatliche Raten zu je 160 € (Gesamtbetrag 960,- €).

Darin enthalten sind:

  • 6 umfangreiche Online-Module
  • persönliche Begleitung und fachlicher Austausch
  • alle Lehrmaterialien, Handouts und Arbeitsunterlagen
  • praktische Aufgaben und Anregungen zur eigenen Erprobung
  • Impulse für die Umsetzung in Familie, Kita, Schule und anderen Bildungsbereichen
  • Auseinandersetzung mit Naturverbindung, Klimabildung, Kinderrechten, Adultismus, freier Bildung, Montessori und Supranatur
  • Entwicklung eines eigenen Klimawandler-Projekts
  • individuelle Rückmeldungen
  • persönlicher Austausch und Begleitung durch Lara Jahnke (Leitung Blattwerk / Alegria / Phoenix) 
  • Zertifikat „Klimawandler/in“

Partner- und Teamrabatt

Melden sich zwei Personen gemeinsam an – zum Beispiel Kolleg:innen, Partner:innen, Freund:innen oder Familienmitglieder – erhalten beide einen Rabatt von je 100 € auf den Gesamtpreis. Der Vorteil ist nicht nur finanziell: Ihr könnt euch während der Ausbildung gegenseitig unterstützen, Inhalte gemeinsam reflektieren, Übungen ausprobieren und Erfahrungen aus eurer jeweiligen Praxis miteinander teilen.

Freie Bildung statt Prüfungssystem

Die Ausbildung folgt der Haltung von Blattwerk Naturpädagogik Berlin. Es geht um lebendiges Lernen, persönliche Entwicklung, Reflexion und die Entwicklung eigener Ideen. Es gibt keine staatlichen Lerninhalte, klassischen Prüfungen oder Lernkontrollen. Stattdessen geht es darum, Zusammenhänge zu verstehen, die eigene Haltung zu hinterfragen, neue Perspektiven kennenzulernen und das Gelernte in die eigene Praxis zu übertragen. Du entscheidest selbst, wie du die Impulse für deinen eigenen Weg nutzt – in der Familie, in der Kita, in der Schule, in der freien Bildung oder in anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Hast du Fragen?

Schreib mir gerne persönlich über Messenger, Signal, Telegram oder WhatsApp: 0034 634 303 077

Jetzt anmelden & mehr erfahren!

https://blattwerk-natur.de/kontakt-netzwerk/

Ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg zum/zur Klimawandler/in zu begleiten.

Klimawandel beginnt nicht erst beim CO₂-Fußabdruck. Er beginnt auch bei unserer Beziehung zur Welt, zu anderen Menschen und zur Natur. Wer Wandel möglich machen möchte, braucht nicht nur Wissen. Es braucht Beziehung, Mut, Beteiligung und die Freiheit, eigene Wege zu entwickeln. Werde Klimawandler/in.